Fragebogen

Hebammen-Projekt

Schlüsselstellung für die Früherkennung postpartaler Depressionen.

Hebammen sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Schwangeren, Müttern und Vätern, ihren neugeborenen Kindern und ihren fachspezifischen Helfern, wie z.B. Gynäkologen und Kinderärzten. In Kooperation mit der deutschsprachigen Sektion der Marcé-Gesellschaft und in Anlehnung an ein Projekt der australischen Marcé-Gesellschaft ist ein Präventionsprogramm zur Früherkennung psychischer Erkrankungen in der Peripartalzeit entstanden. Hierdurch sollen darüberhinaus die Behandlungsansätze für psychisch kranke Frauen in der Peripartalzeit verbessert werden.


Buch-Cover

Das Projekt wurde auf drei Ebenen realisiert:

  1. Vorbefragung von Hebammen über Kenntnisse und Erfahrungen mit postpartal depressiven Patientinnen.
  2. Erstellen eines Informations- und Schulungsprogramms für Hebammen, Stillberaterinnen und weitere Fachkräfte.
    Schulungs-DVD (Bestellformular, PDF)
  3. Ermittlung der Akzeptanz des Schulungsprogramms und –erfolges bei Hebammen.

Ergebnisse (Zitat aus Ballestrem et al. 2008):

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Kompetenzgefühl der Hebammen im Umgang mit peripartalen Depressionen nach Verwendung des Informationsmaterials (DVD, Booklet) signifikant ansteigt. Ebenso erhöhen sich die Erkennungsrate einer peripartalen Depression und das Wissen über peripartale psychische Erkrankungen signifikant. Dies bedeutet, dass das Informationsmaterial von den Hebammen als unterstützend empfunden wird und zu einer wesentlichen Verbesserung im Umgang mit peripartal psychisch erkrankten Müttern führt. Durch eine stärkere Einbindung von Hebammen in die Prävention peripartaler psychischer Erkrankungen ist somit eine Verbesserung in der Früherkennung betroffener Mütter und bei der therapeutischen Erreichbarkeit dieser Mütter möglich.