Hilfe finden

Fragen beantworten,
die sich viele Väter/Angehörige stellen

  • Wird meine Partnerin wieder gesund werden?
    Wenn sich Ihre Partnerin auf angemessene Behandlung einlässt, wird sie wieder gesund werden. Die Art der Behandlung hängt von der Erkrankung selbst und der Schwere der Erkrankung ab. Manchmal reicht eine ambulante Psychotherapie, manchmal sind Medikamente nötig und manchmal auch eine stationäre Behandlung. Welche Behandlung für Ihre Partnerin angemessen ist, wird der Facharzt gemeinsam mit Ihnen entscheiden.
  • Woher kommt Hilfe?
    Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie aufzusuchen – oder eine spezialisierte Mutter-Kind-Einheit mit ambulanten und stationären Behandlungsangeboten.
  • Kann ich die Behandlung unterstützen?
    Ja, gerade jetzt ist Ihr Zuspruch wichtig. Ermutigen Sie Ihre Partnerin/Angehörige/Freundin die Behandlung durchzuhalten und lassen Sie ihr Zeit, gesund zu werden. Begleiten Sie Ihre Partnerin und lassen Sie sich in die Behandlung mit einbeziehen.
  • Wird jeder über meine Partnerin bzw. uns reden?
    Sie werden sich wundern, wie Vorurteile verschwinden, wenn Sie offen über die Situation und eine Erkrankung sprechen.
  • Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf die Entwicklung unseres Kindes?
    Wenn postpartale Erkrankungen nicht behandelt werden und über längere Zeit anhalten, können sie sich auf die Entwicklung des Kindes ungünstig auswirken.
  • Werden solche Erkrankungen vererbt?
    Psychische Erkrankungen sind häufig in der Allgemeinbevölkerung. Die Veranlagung (Vulnerabilität) psychisch zu erkranken, kann vererbt werden (ca. 10% bei Depression, wenn ein Elternteil erkrankt ist). Schutz- und Belastungsfaktoren sind oft entscheidend dafür, ob später eine psychische Erkrankung zum Ausbruch kommt oder nicht.
  • Besteht ein Risiko, dass meine Partnerin beim nächsten Kind wieder krank wird?
    Generell kann die Erkrankung beim nächsten Kind wieder auftreten. Aber man kann auch sehr effektiv vorbeugen. Lassen Sie sich bereits in der nächsten Schwangerschaft fachärztlich beraten.
  • Wie geht es nach der Behandlung weiter?
    Planen Sie noch während der Behandlung gemeinsam und lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten Tipps geben, welche Unterstützungen für Sie die richtigen sind.
  • Wie kann ich meine Partnerin unterstützen?
    Geben Sie Ihrer Partnerin das Gefühl, dass Sie sich darauf verlassen kann, dass Sie zu ihr halten.
  • Was kann ich von meiner Partnerin fordern ohne sie zu überfordern?
    Das richtige Maß zu finden ist oft schwierig, weil sich der Zustand Ihrer Partnerin schnell verändern kann. Wenn gemeinsam getroffene Vereinbahrungen nicht eingehalten werden können, ist es oft hilfreich sich zu zweit mit dem Therapeuten zu beraten.