Hilfe finden

Therapeutische Angebote:
Zugang zur Welt des Babys finden.

Die Geburt eines Kindes bedeutet eine große Umstellung im Leben der Eltern. Vom ersten Tag an sind sie herausgefordert, die Vorlieben, Bedürfnisse und Abneigungen ihres Babys kennen zu lernen und sich auf seinen Schlaf- und Wachrhythmus einzustellen, seine Signale zu erkennen und zu verstehen – seine Blicke und Lautäußerungen, seine Mimik und Körpersprache, sein Lachen und Weinen. Eltern entwickeln ein feines Empfinden, wie sie auf diese Signale prompt und angemessen reagieren können. So entsteht Zwiesprache zwischen Mutter und Baby, Vertrauen und Bindung.

Durch psychische Veränderungen bei postpartalen Erkrankungen kann es einer Mutter schwer fallen, solche Signale zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Professionelle Unterstützung kann ihr in dieser Situation helfen.

Unser therapeutisches Konzept:

Psychotherapeutische Beratung und Behandlung.

Alles beginnt damit, die Mutter von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen zu entlasten und ihr, dem Lebenspartner und den Angehörigen Verständnis für die Erkrankung zu vermitteln. Von Anfang an behandeln wir die psychische Erkrankung, damit die Mutter möglichst rasch wieder zu Ruhe, Schlaf und Ausgeglichenheit findet. Wir helfen der Mutter, ihr Baby zu verstehen und mit ihrer neuen Rolle vertraut zu werden – unterstützt von ihrem Partner und von den Angehörigen, die in die Therapie mit einbezogen werden.

Erkenntnisse der entwicklungspsychologischen Säuglingsforschung haben gezeigt, wie intensiv Babys ihre Umwelt wahrnehmen und darauf reagieren. Im alltäglichen Umgang mit ihnen – beim Waschen, Windeln, Füttern und Spielen – können die Eltern die Aufmerksamkeit ihres Kindes gewinnen und ihm neue Erfahrungen vermitteln. Müttern, die psychisch erkrankt sind, fällt dies schwer. Unser Team wird ihnen helfen, die Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen und mütterliche Kompetenzen zu finden. Gemeinsam mit dem Partner entwickeln wir mit ihnen Perspektiven für die Zeit nach der Entlassung und unterstützen beim Aufbau eines sozialen Netzes.

Medikamentöse Behandlung.

Medikamentöse Behandlung ist bei vielen postpartalen psychische Erkrankungen hilfreich. Sie führt oft am schnellsten zur Besserung der Beschwerden, z.B. von Schlafstörungen, Angst und Unruhe. Vor- und Nachteile des Stillens unter der Einnahme von Medikamenten werden ausführlich mit Mutter und Vater besprochen und es wird gemeinsam eine Entscheidung getroffen.

Gemeinsame stationäre Aufnahme von Mutter und Kind.

Gemeinsame Aufenthalte von Mutter und Kind in einer psychiatrischen Klinik bieten gute Rahmenbedingungen für umfassende Behandlungen. Hier hat die Mutter Zeit, um gesund zu werden – ohne sich vom ihrem Baby trennen zu müssen. In entspannter Atmosphäre findet sie bei der alltäglichen Versorgung und Pflege ihres Babys Unterstützung und Freude an spielerischer Interaktion.

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Interaktionales Therapieprogramm für Mutter und Kind.

So gut können die Therapiebedingungen sein.

MüttergruppeIm Blickpunkt: das Psychiatrische Zentrum Nordbaden, anerkanntes Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. Auf Station 43 des Krankenhauses können Sie das interaktionale Mutter-Kind-Behandlungsprogramm für Mütter von Babys/Kindern bis zu ca. 2 Jahren erleben. Für Mütter mit älteren Kinden steht Station 39 zur Verfügung.

Das vielseitige Angebot:

  • Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung der mütterlichen Erkrankung
  • Verhaltenstherapeutische Müttergruppe
  • Videogestützte Psychotherapie der Mutter-Kind-Beziehung
  • Unterstützung der Mutter-Kind-Beziehung im Alltag
  • Babymassage
  • Einbeziehen der Väter und Angehörigen in die Therapie, Angehörigenseminare
Baby wird gefüttert

Station mit Komfort:

  • Einzelzimmer mit Bad
  • Kinderbett, Babyphon, Wickelkommode
  • Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige
  • Kinderfreundliche Aufenthaltsräume, Essküche
  • Eigener Garten und Parkanlagen

Dauer der Behandlung: Ungefähr sechs Wochen.

Das Befinden der Mutter ist entscheidend für die Aufenthaltsdauer, die individuell kürzer oder länger sein kann.

Außerdem sind teilstationäre und tagesklinische Behandlungen möglich, einschließlich ambulanter Nachsorge.

Ein erfahrenes Team wird Sie betreuen:

Psychiater/innen, Psychotherapeutinnen, Psychologinnen, Sozialpädagogin, Erzieherinnen, Krankenschwestern und Pfleger.

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